Schutz

Der Naturschutz hat in den March-Thaya-Auen schon eine lange Geschiche. In den 1970er Jahren wurden einige Naturschutzgebiete verordnet.

Der Österreichische Teil der March-Thaya-Auen wurde 1983 zum Ramsar-Schutzgebiet erklärt. „Ramsar" ist ein internationales Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten.
Der Distelverein wurde 1991 beauftragt, ein „Ramsar-Konzept" für die March-Thaya-Auen zu entwickeln. Basierend auf diesem Konzept wickelte der Distelverein zwischen 1995 und 2003 zwei von der EU kofinanzierte Life"-Projekte ab, bei denen nachhaltige Wiesennutzung eine wesentliche Rolle spielte.
Ein weiterer Erfolg war die Erklärung der March-Thaya-Auen zum trilateralen Ramsar-Schutzgebiet, gemeinsam mit der Slowakei und Tschechien. Der offizielle Akt dazu soll noch heuer in der Slowakei erfolgen.




Der Distelverein startete 1990 das „Marchwiesenprogramm", ein Vertragsnaturschutzprogramm auf freiwilliger Basis, quasi als Vorläufer zum „ÖPUL". Mittlerweile werden die Leistungen der Bauern für den Schutz der Landschaft und der Pflege von Lebensräumen EU-weit anerkannt und gefördert.

Mit der Ausweisung zum Natura 2000-Gebiet nach der FFH- (Flora-Fauna-Habitat) Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie sind die March-Thaya-Auen Teil des EU-weiten Schutzgebietsnetzwerkes.
Die Wiesen im Gebiet gehören größtenteils zum Lebensraumtyp der Brenndolden-Auenwiesen, die hier eine ihrer flächenmäßig bedeutendsten Vorkommen im Bereich der Europäischen Union haben. Viele Schutzgüter (z. B. Weißstorch, Wachtelkönig) sind in ihrem Vorkommen von dem Vorhandensein großer Auwiesen abhängig.

Durch ihre Lage am ehemaligen Eisernen Vorhang sind die March-Thaya-Auen Teil der europaweiten Initiative zur Erhaltung des „Grünen Bandes". Dieser Streifen, der sich durch ganz Europa zieht, soll in dieser Vision ein ökologischer Korridor bleiben.