Als die ersten Menschen vor etwa 7000 Jahren nach Mitteleuropa einwanderten, fanden sie ein Mosaik aus Urwäldern und Offenflächen vor. Angelockt von den fruchtbaren Böden, dem warmen Klima und dem Fisch- und Wildreichtum der March-Thaya-Niederungen ließen sich auch hier bald die ersten Siedler nieder.
Sie schufen durch Rodungen und anschließende regelmäßige Nutzung große Weideflächen. Die ersten Wiesen entstanden mit der Erfindung der Sichel, ca. 500 vor Christus. So richtig beginnt die Geschichte der Wiesen im Mittelalter, als die Sense entwickelt wurde.
Sie schufen durch Rodungen und anschließende regelmäßige Nutzung große Weideflächen. Die ersten Wiesen entstanden mit der Erfindung der Sichel, ca. 500 vor Christus. So richtig beginnt die Geschichte der Wiesen im Mittelalter, als die Sense entwickelt wurde.
Vom Mittelalter bis ins 19. Jhdt. war die Dreifelderwirtschaft sehr verbreitet. Sommergetreide, Wintergetreide und Brache wechselten einander auf einem Feldstück ab. Die Brache wurde, sobald sie es zuließ, als Weide genutzt und gleichzeitig durch die Tier gedüngt. Auch der Dung von den Wiesen und Hutweiden wurde auf die Äcker gebracht. So halfen die Grünflächen mit, über die Jahrhunderte die Fruchtbarkeit
der Äcker zu erhalten. Die Wiesen und Weiden selbst wurden dabei immer mehr ausgehagert.
Die Verbindung zwischen Viehwirtschaft und Getreidebau wurde durch die Erfindung des Mineraldüngers am Beginn des 20. Jhdt. aufgelöst. Durch die Trennung in Acker- und Viehzuchtbetriebe in den 70er Jahren verschwanden viele Wiesen und Weiden im Marchgebiet, die vorher zu jedem Hof gehört hatten.
Bis dahin zählte die Lange Luss zu den bedeutendsten Feuchtwiesengebieten Österreichs. Im Laufe der Zeit wurden jedoch ¾ der Wiesen in Äcker umgewandelt. Ein großer Teil der überaus reichen Artenvielfalt ging dabei verloren.
Bis dahin zählte die Lange Luss zu den bedeutendsten Feuchtwiesengebieten Österreichs. Im Laufe der Zeit wurden jedoch ¾ der Wiesen in Äcker umgewandelt. Ein großer Teil der überaus reichen Artenvielfalt ging dabei verloren.
Über die Jahrhunderte hatten die Menschen eine Landschaftsstruktur und eine Bewirtschaftungsform entwickelt, die an die wechselnden Wasserstände der March angepasst war. Im 19. Jahrhundert begannen die ersten Versuche, die March zu zähmen. Marchschlingen wurden durchstochen, die Ufer mit Blockwürfen gesichert.
Zum Schutz des Umlandes wurde der Hochwasserdamm errichtet. Der Damm reicht - in variierender Entfernung zum Fluss - von Bernhardstal bis Markthof. Nur an einer Stelle, auf Höhe der Langen Luss, ist er ganz unterbrochen. Das macht dieses Gebiet so wertvoll. Denn an die Überschwemmungsdynamik angepasste Pflanzen und Tiere finden hier eine Zufluchtsstätte.
Zum Schutz des Umlandes wurde der Hochwasserdamm errichtet. Der Damm reicht - in variierender Entfernung zum Fluss - von Bernhardstal bis Markthof. Nur an einer Stelle, auf Höhe der Langen Luss, ist er ganz unterbrochen. Das macht dieses Gebiet so wertvoll. Denn an die Überschwemmungsdynamik angepasste Pflanzen und Tiere finden hier eine Zufluchtsstätte.


